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Jeder siebte Todesfall, 97 Milliarden Euro Kosten: Zum bevorstehenden Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2026 rückt Deutschlands größtes vermeidbares Gesundheitsrisiko, das Rauchen, erneut in den Fokus. Umso wichtiger ist das gesundheitspolitische Signal der kürzlich im Bundestag verabschiedeten Apothekenreform (ApoVWG): Mit der geplanten neuen pharmazeutischen Dienstleistung zur Rauchentwöhnungsberatung gibt der Gesetzgeber eine wirksame und niedrigschwellige Antwort auf ein Problem von nicht zu unterschätzender gesundheitlicher und gesellschaftlicher Tragweite. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag von Kenvue glauben schon jetzt 7 von 10 Apotheken an den Beitrag der pharmazeutischen Dienstleistung zur Rauchentwöhnungsberatung zur Senkung der Raucherquoten.
Beratung in der Apotheke zeigt Wirkung und steigert die Chance auf einen erfolgreichen Rauchausstieg
Lediglich 3 bis 5 Prozent der Raucher:innen schaffen den Rauchstopp langfristig ohne Unterstützung1. Eine Beratung durch Apothekenpersonal erhöht die Chance auf einen erfolgreichen Rauchausstieg im Vergleich zu keinem Kontakt um 70 Prozent2. In diesem Spannungsfeld kreiert die Apothekenreform nun eine WIN-WIN Situation: Die gesetzliche Verankerung einer vergüteten pharmazeutischen Dienstleistung zur Rauchentwöhnungsberatung in Apotheken, die zugleich entscheidend dazu beitragen kann, dass Raucher:innen den Ausstieg aus der Tabak- und Nikotinabhängigkeit erfolgreich starten und das Gesundheitssystems langfristig entlastet werden kann.
Die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen leisten einen wichtigen Präventionsbeitrag bei der Gesundheitsversorgung von Menschen vor Ort. Insbesondere das Angebot einer Rauchentwöhnungsberatung in der Apotheke ist ein Meilenstein zur Prävention tabakassoziierter Erkrankungen und kann langfristig zur Entlastung unseres Gesundheitssystems beitragen. Als niedrigschwelliges Versorgungsangebot muss diese neue pharmazeutische Dienstleistung nun zügig und praxisnah umgesetzt werden, um schnellstmöglich Patienten und Patientinnen angeboten werden zu können.
Aktuelle Umfrage: Deutsche Apotheken schauen hoffnungsvoll auf neue pharmazeutische Dienstleistungen und vertrauen Wirksamkeit
Dass pharmazeutische Dienstleistungen ein wirksames Instrument zur Gesundheitsprävention sind, wird durch eine aktuelle Erhebung (Februar 2026) im Auftrag von Kenvue unter Apotheken in Deutschland3 bestätigt:
- 61 % der Apotheken in Deutschland, sagen dass pharmazeutische Dienstleistungen ein wirksames Instrument der Gesundheitsprävention sind.
- 7 von 10 Apotheken sehen in der Bereitstellung der neuen pharmazeutischen Dienstleistung zur Rauchentwöhnungsberatung einen Vorteil für die Behandlung und Therapie ihrer Patient:innen.
- 69 % der Apotheken würden die neue pharmazeutische Dienstleistung zur Rauchentwöhnungsberatung in ihrer Apotheke anbieten.
Die gesundheitliche Perspektive: Jeder siebte Todesfall in Deutschland geht auf das Rauchen zurück, und immer mehr junge Mädchen konsumieren E-Zigaretten
Für Deutschland gingen, laut des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Deutschen Krebshilfe, jeder siebte Todesfall in Deutschland in 2023 auf das Rauchen zurück, mit 42 Prozent spielten Krebserkrankungen dabei die größte Rolle4. Weltweit lassen sich mehr als ein Sechstel aller Todesfälle durch nichtübertragbare Krankheiten auf Tabak zurückführen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Krebs und Diabetes5.
Zudem werden aktuelle Konsumtrends immer häufiger mit Sorge betrachtet. Neben dem anhaltend hohen klassischen Zigarettenkonsum steigt die Nutzung anderer Nikotinprodukte, wie E‑Zigaretten, Tabakerhitzern oder Nikotinbeuteln, besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Mädchen: Bei 12–17-jährigen Mädchen stieg die Nutzung von Mehrweg-E-Zigaretten von 1,8 % im Jahr 2021 auf 7,8 % im Jahr 2025; bei Jungen von 2,9 % auf 6,7 %6. Bei jungen Erwachsenen geht der klassische Zigarettenkonsum zwar zurück, der Konsum von Vapes und anderen Nikotinprodukten nimmt aber deutlich zu7. Dabei sollte mit Blick auf Entwöhnung immer der echte und gesamthafte Ausstieg das Ziel sein – denn ein Wechsel von Zigaretten zu E-Zigaretten, Vapes oder anderen Rauchalternativen ist keine anerkannte Entwöhnungsmethode.
Die wirtschaftliche Perspektive: Rauchen kostet Deutschland rund 97,24 Milliarden Euro jährlich
Die jährlichen gesamtwirtschaftlichen Kosten des Rauchens in Deutschland belaufen sich auf ca. 97,24 Milliarden Euro. Davon entfallen 30,32 Milliarden Euro auf direkte Kosten, wie beispielsweise die Ausgaben für die Behandlung tabakbedingter Krankheiten und Medikamente8. Und trotz des Wissens um die Gefahren und der enormen gesellschaftlichen Belastung gibt es in Deutschland aktuell noch ca. 17,25 Mio. Raucher:innen zwischen 14-64 Jahren9. Bemerkenswert: 75 Prozent von ihnen10 möchten ihren Konsum reduzieren oder ganz aufhören. Das entspricht grob 12 Millionen Aufhörwilligen und unterstreicht das enorme Präventionspotenzial, das durch Apotheken als vertrauensvolle Anlaufstelle aufgegriffen werden kann.
Mehr Informationen zu Kenvue finden Sie unter www.kenvue.com/Deutschland
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[1] Hughes J. et al. (2004). Shape of the relapse curve and long-term abstinence among untreated smokers. Addiction, 99(1):29-38. doi: 10.1111/j.1360-0443.2004.00540.x.
[2] Fiore et al., Am J Prev Med 2008; 35:158-176
[3] Bonsai Research im Auftrag von Kenvue: Repräsentative Onlinebefragung zu pharmazeutischen Dienstleistungen; n = 250 Apotheken, Erhebungszeitraum Jan.-Feb. 2026.
[4] Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.): Tabakatlas Deutschland 2025, Pabst Science Publishers, ISBN 978-3-95853-994-5
[5] NCD Alliance. Tobacco Use. Available at: https://ncdalliance.or...obacco-use.
[6] Orth, B. & Nitzsche, A. (2026). Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025. Teilband Tabak und andere nikotinhaltige Produkte. BIÖG-Forschungsbericht. Köln: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit. DOI: 10.17623/BIOEG:Q3-DAS25-TAB-DE-1.0.
[7] Orth, B. & Nitzsche, A. (2026). Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025. Teilband Tabak und andere nikotinhaltige Produkte. BIÖG-Forschungsbericht. Köln: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit. DOI: 10.17623/BIOEG:Q3-DAS25-TAB-DE-1.0.
[8] Effertz, T. (2020): Die volkswirtschaftlichen Kosten von Alkohol- und Tabakkonsum in Deutschland. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2020. Lengerich: Pabst.
[9] Ausgehend von einer Raucherprävalenz von 32,1% (DEBRA-Studie, Stand 03/2026) und 53,73 Mio. Einwohner zwischen 14 und 64 Jahren in Deutschland (nach Statistik des Bevölkerungsstandes 07/2025)
[10] U&A - Global Smoking Cessation Landscape, Johnson & Johnson 2020 (unveröffentlichte Umfrage)